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Individuelle Softwareumgebungen für jeden Kursteilnehmer

Die Herausforderung:

  • Individuelle Konfiguration von Schulungs-PCs für jeden Teilnehmer
  • Reduktion der Vorbereitungszeit
  • Hoher Grad von Automatisierung

Der Geschäftsnutzen:

  • Optimale Vorbereitung der Rechner
  • Vereinfachte Softwareverteilung
  • Deutlich gesenkter Administrationsaufwand

Das Thema Virtualisierung hat in den letzten Jahren in Rechenzentren für Furore gesorgt: große Server werden in kleinere, virtuelle Einheiten unterteilt, Speicherkapazitäten zu virtuellen Einheiten zusammengefasst. Dies erleichtert die Administration, senkt die Betriebskosten und hilft, vorhandene Ressourcen optimal auszunutzen. Mittlerweile hat die Virtualisierung auch die Arbeitsplatzrechner in den Unternehmen erreicht. Virtuelle Softwareanwendungen machen Rechner stabiler, verkürzen die Zeiten für die Auslieferung von Software, reduzieren die möglichen Ursachen von Störungen und bieten darüber hinaus noch eine Vielzahl weiterer Vorteile. Doch wie bei jeder neuen Technologie gilt es auch hier, die neue Technologie dort einzusetzen, wo sie am meisten Vorteile bringt.

In der Vergangenheit benötigte das bfi, einer der erfolgreichsten Anbieter für Erwachsenenbildung in Österreich, einen festen IT-Mitarbeiter, der sich kontinuierlich um die Konfiguration der einzelnen Rechner kümmerte. Immer wieder mussten unterschiedliche Konfigurationen installiert werden. Speziell bei den Abendkursen führte das zu Zeitproblemen, denn am nächsten Morgen war eventuell eine ganz andere Umgebung gefragt. Mit der bisherigen Softwarelösung waren zusätzlich die Zeiten für die Vorbereitung der Rechner einfach zu lang. Das bfi Wien suchte daher eine praxisorientierte Lösung, um seine PCs innerhalb kürzester Zeit an die Anforderungen der jeweils nächsten Schulungsteilnehmer anzupassen.

 

Flexibilität ohne Grenzen

Erwin Wawra, Fachreferent EDV beim bfi Wien, schildert die Ausgangssituation: „Die einfachste Lösung, wenn jeder Schüler zu Beginn einer Schulung einen speziell für seine Bedürfnisse konfigurierten PC benötigt, besteht darin, eine Plattenspiegelung lokal oder auf einem Server anzulegen und diese vor Beginn der Schulung zurückzuspielen.“ Und Erwin Wawra nennt auch gleich die damit verbundenen Schwierigkeiten. „Das Zurückspielen muss manuell angestoßen werden und bei uns ist das viel Arbeit. Ohne einen festen IT-Mitarbeiter vor Ort lässt sich das nicht realisieren.“

Da auf jedem Rechner unterschiedliche Konfigurationen mit unterschiedlichen Anwendungen benötigt werden, müssen in der Praxis auch entsprechend viele Spiegelungen mit diesen Konfigurationen vorliegen, die mit jeder neuen Softwareversion neu angelegt werden müssen „Wir hatten dafür eine Softwarelösung im Einsatz und können uns noch sehr gut an die damit verbundenen Schwierigkeiten erinnern.“

Ende 2005 kam die Firma X-tech auf das bfi Wien zu und schlug eine auf Citrix basierende Lösung mit Terminalservern vor. Während das Konzept genauer ausgearbeitet und geprüft wurde, präsentierte Altiris erstmals die neue Software Virtualization Solution (SVS). Christian Huber, Senior Consultant von X-Tech war sofort klar, dass dies die ideale Lösung für das bfi Wien wäre. „Altiris SVS funktioniert anders als bisherige Virtualisierungslösungen. Die Software schaltet sich vor der Installation einer Applikation auf Windows-Rechnern ein, sie leitet die Speicherung von Programmdateien, Registry-Einträgen und DLL-Dateien in ein lokales Verzeichnis um und simuliert bei der späteren Arbeit mit der Anwendung alle Aufrufe: Für den Anwender sieht es so aus, als wäre die Applikation wie vom Hersteller vorgesehen lokal installiert worden, und genau so funktioniert sie auch.“ Weil es aber keine Einträge in der echten Registry und keine neuen DLLs in DLL-Verzeichnissen gibt, gibt es auch keine echten Probleme – die virtuell installierte Software kennt keine Konflikte mit anderen Applikationen. Für den Fall, dass eine Software Probleme bereitet, genügt es, die virtuelle Installation zu löschen – im Betriebssystem wurde nichts verändert, daher können auch keine ungewünschten Effekte auftreten. Gemeinsam mit X-tech machte man sich daher vor zwei Jahren an die Installation von SVS.

 

An und Aus per Anmeldung

Für das bfi Wien war vor allem folgende Eigenschaft von SVS wichtig: Virtuell installierte Anwendungen lassen sich auf Knopfdruck aktivieren und deaktivieren. Wird eine Software mit SVS virtuell installiert erfolgt im Grunde genommen eine vollständige Installation dieser Anwendung. Doch die Aktivierung ist ein zusätzlicher Schritt. „Damit können wir alle auf einem Rechner benötigten Programme installieren, auch mehrere Versionen der gleichen Anwendung, ohne dass es dabei zu Versionskonflikten kommt. Für jeden Anwender können wir individuell genau die Version freischalten, die er für seine Schulung benötigt“, erläutert Erwin Wawra.

Gesteuert wird diese Aktivierung über Skripte, die bei der Anmeldung des Schulungsteilnehmers an Windows aufgerufen werden. Der Anwender bekommt davon nichts mit: Er meldet sich mit seiner User-Kennung an und wenn Windows mit dem Anmeldevorgang fertig ist, hat er die Anwendungen zur Verfügung, die er für seinen Kurs benötigt. Das System ist so eingestellt, dass bei der Abmeldung ebenfalls Skript-gesteuert die jeweiligen Aktivierungen wieder rückgängig gemacht werden. Hat ein besonders kreativer Anwender auf dem Rechner etwas zerschossen, genügt die neuerliche Anmeldung, um den Schaden zu beheben. Denn Bereiche, in denen die Schulungsteilnehmer nichts zu suchen haben, sind ohnehin gesperrt.

 

Intelligente Virtualisierungen

Probleme im Betrieb kennt man beim bfi Wien nicht mehr, die Anmeldungen erfolgen sowohl in den eigenen Schulungsräumen als auch bei den extern betriebenen Niederlassungen ohne Eingreifen eines IT-Mitarbeiters. Geblieben ist lediglich die Arbeit, die Anwendungen zu installieren. „Wir haben heute einen Server im Einsatz, auf dem die virtualisierten Anwendungen bereitgestellt und bei Bedarf per Push verteilt werden, dazu kommt ein Master-Client, auf dem einmalig das Virtualisierungspaket erstellt wird“, erläutert Erwin Wawra. „Wenn wir dieses Paket erzeugt haben, kann es auf alle PCs verteilt werden, auf denen wir die Software benötigen.“

Es gibt viele Lösungen für die optimale Organisation der IT im Schulungsbetrieb. Auf dem Papier funktionieren sie auch alle ganz ausgezeichnet. Sobald man aber praktisch damit arbeitet, taucht eine Vielzahl von Problemen auf. „SVS von Altiris erfordert eine gewisse Einarbeitungszeit und erfordert – je nach gewünschten Anwendungen – entsprechendes Know-how. Dafür bleiben keine Wünsche mehr offen und der Aufwand für die Betreuung der Rechnerräume in den Schulungseinrichtungen sinkt auf das absolute Minimum: Einmal eingerichtet, laufen sämtliche Installationen und Anpassungen vollautomatisch ab“, blickt Erwin Wawra zufrieden auf die Erfahrungen zurück. Für das bfi Wien hat sich der Einsatz der Softwarevirtualisierung von Altiris gelohnt. Da ist es kein Wunder, dass derzeit auch das bfi Burgenland und das bfi Steiermark über die Einführung dieser Lösung nachdenken.