VMworld 2016: volle Fahrt in die Cloud!

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02. 09. 2016

VMworld 2016: volle Fahrt in die Cloud!

 

Eine Cross-Cloud-Architektur soll den Kunden Freiheit, Kontrolle und Einfachheit bei der Nutzung verschiedener Public- und Private-Cloud-Umgebungen bieten.

 

Die letzten zwölf Monate verliefen für VMware recht turbulent. Da war die Übernahme der Muttergesellschaft EMC durch Dell, der Einbruch an der Börse im vierten Quartal 2015 und schließlich dann die strategische Neuorientierung. Auf der diesjährigen VMworld 2016 in Las Vegas, der Hausmesse von VMware, scheint die Welt wieder in Ordnung zu sein. Selbstbewusst präsentierte VMware-Chef Pat Gelsinger neue Produkte, Services und Partnerschaften, die das Unternehmen wieder in ruhigeres Fahrwasser führen sollen. Bei den Ankündigungen ging es in erster Line um Private-, Hybrid- und Public-Cloud-Modelle, das Software-Defined Data Center (SDDC) und um Workplace Mobility.

 

Cross-Cloud-Architektur und VMware Cloud Foundation

Mit der wichtigsten Neuvorstellung, der sogenannten Cross-Cloud-Architektur, startete die desjährige Veranstaltung. Die Hybrid-Cloud-Umgebung beinhaltet ein umfassendes Bereitstellungsmodell inklusive Sicherheits-Policies, Steuerung von On-Premise- und Cloud-Anwendungen - und das unabhängig von der verwendeten Hardware, sowie der jeweiligen Cloud-Lösung und der Hypervisor-Plattform. Die neue Cross-Technologie ist integraler Bestandteil der vRealize-Management-Plattform, der VMware Cloud Foundation und der Cross-Cloud-Services, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden.

 

Mit der Einführung der Cross-Cloud-Architektur scheint VMware sich einzugestehen, dass er selbst keine Führungsrolle als Public-Cloud-Provider spielen wird. Zu stark sind Wettbewerber wie Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure, Google und IBM. Durch das Angebot dürfte VMware aber dennoch viele Anwender, die in die Cloud drängen, an sein Produktportfolio binden.

 

Mit VMware Cloud Foundation lassen sich Private Clouds auf Basis hyperkonvergenter Infrastrukturen aufbauen. Dabei kommt VMware-Software wie vSphere, Virtual SAN und NSX zum Einsatz sowie der VMware SDDC Manager. Letztere ermöglicht Administratoren einen kompletten Cloud Software Stack zu erstellen und zu verwalten. Laut VMware lassen sich Cloud-Umgebungen so mühelos in wenigen Stunden aufbauen.

 

Erweitertes Endpoint Management und Horizon 7

Im Zuge der VMworld 2016 stellte VMware auch ein erweitertes Cloud-basiertes Endpoint Management für PC-Systeme und mobile Geräte unter Windows 10 vor. Diese Erweiterung des herkömmliche Windows-10-Managements umfasst Konfigurations-Management und Bereitstellung inklusive PC-Lifecycle-Management-Funktionen sowie Software-Verteilung, Patch-Management für das Betriebssystem (OS) und Client-Health- und Sicherheitsmanagement. Mit dieser einheitlichen Endpoint-Management-Technologie lassen sich etwa Security-Patches oder Firmware-Updates schneller ausrollen oder Software über alle unterstützen Plattformen sicher installieren. Laut VMware können damit die Kosten für die Verwaltung von Windows-Infrastrukturen deutlich reduziert werden.

Die virtuelle Desktop Infrastruktur Horizon hat VMware ebenfalls überarbeitet und mit neuen Funktionen und Technologien versehen. Damit sollen sich personalisierte Desktops und Anwendungen für den digitalen Arbeitsplatz schneller bereitstellen stellen lassen. Mit der Optimierung des VMware-Blast-Protokolls soll sich zum Beispiel für Bild-Dateien die Bandbreitennutzung um den Faktor sechs verringern. Beim Audio-Streaming soll sich die Netzwerklast um bis zu 15 Prozent reduzieren. Darüber hinaus beinhaltet Horizon 7 nun die Riverbed-Technologie, um höhere Zugriffsgeschwindigkeiten im WAN zu erreichen, sowie Nvidia GRID, um Grafikanwendungen zu beschleunigen.

Ein weiteres Feature ist die Unterstützung der SwiftPoint-Maus, um virtuelle Desktops und Anwendungen auf iPads oder anderen iOS-Geräten zu nutzen. Zusätzlich haben zahlreiche Unternehmen Blast-fähige Thin- und Zero-Clients angekündigt sowie neue Plug-and-Play-Lösungen aus der Cloud vorgestellt, die ein schnelles Aufsetzen und Bereitstellen von virtuellen Desktops und Anwendungen mit Horizon 7 ermöglichen sollen.

 


 

Quelle: computerwoche.de