Symantec kauft Sicherheitsfirma Blue Coat

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14. 06. 2016

Symantec kauft Sicherheitsfirma Blue Coat

 

 

Mit der Übernahme will Symantec seine eigenen Fähigkeiten im Bereich 'Cybersecurity' stärken. Der Kaufpreis beträgt 4,65 Milliarden US-Dollar. Symantec verkauft vor allem Lösungen zur Absicherung von Firmennetzwerken und die sogenannte Endpoint-Protection, auch für Privatanwender.

 

Mehr Sicherheit in der Cloud

Blue Coat ist auf Lösungen wie Deep-Packet-Inspection spezialisiert, diese sollen jetzt künftig dabei helfen, Kunden von Symantec gegen bösartigen Webtraffic abzusichern. "Mit dieser Transaktion haben wir die Größe, das Portfolio und die Ressourcen, um eine neue Ära der Innovation einzuläuten und große Kunden und individuelle Nutzer gegen die sich immer weiter entwickelnde Bedrohungslandschaft abzusichern", heißt es in einem Statement von Dan Schulman, Aufsichtsratsvorsitzender von Symantec. Die neu entwickelten Lösungen sollen vor allem dem Bereich Mobile- und Cloud-Sicherheit zugutekommen.

 

Der Schritt ist aus Sicht von Symantec sinnvoll. Zur Absicherung von Clouddiensten bedarf es anderer Lösungen als der klassischen Endpoint-Protection, die das Unternehmen zurzeit anbietet.

 

Symantec ist mit seinen Antivirus-Programmen der weltgrößte Anbieter von Sicherheitssoftware, muss sich aber auf einen massiven Wandel des Marktes einstellen. Das Unternehmen fiel bei der Entwicklung neuer Abwehrtechniken gegen ernste Bedrohungen zum Teil gegen hinter Konkurrenten wie Palo Alto Networks oder FireEye zurück.

Blue Coat hat Software im Angebot, die etwa Kundendaten in der Cloud sichert, bei der Entdeckung von Hackern hilft und verschlüsselten Datenverkehr im Netzwerk managen kann. In den vergangenen Jahren gab es dabei immer wieder Kritik, Software von BlueCoat werde in Ländern wie Syrien, China oder Iran eingesetzt, um den Internet-Verkehr zu überwachen. Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass sich Blue Coat eben von Symantec ein Intermediate-CA-Zertifikat ausstellen ließ. Damit hätte die Firma eigene Zertifikate auf beliebige Domains ausstellen können.

 

 


Quelle: golem.de, heise.de