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„Große“ IT-Strategie für kleine Betriebe

VDI-Umgebungen rechnen sich schon mit fünf Arbeitsplätzen, behauptet Thin Client Hersteller IGEL und hat zur Beweisführung eine eigene Modellrechnung durchgeführt. Fazit: Dank kostenloser Hypervisor-Software und günstiger Thin Clients kostet ein Arbeitsplatz jährlich weniger als 600 Euro. Das sind 200Euro bzw. 25 Prozent weniger als bei einem herkömmlichen PC-Arbeitsplatz.

 

Jährliche Kosten pro Arbeitsplatz unter 600 Euro

Das Konzept ist einfach: Anstelle eines physischen PCs mit lokal installierter Software (Fat Client) nutzen die Mitarbeiter nur ein kleines Eingabe- und Anzeigegerät, den so genannten Thin Client. Der bisherige PC läuft jetzt als Software (virtualisierter Desktop) auf einem zentralen Server. Auf sechs Jahre verteilt kostet eine solche virtuelle Desktop Infrastruktur (VDI) mit fünf Thin Client-Arbeitsplätzen inklusive Monitor, Drucker, Tastatur und Maus pro Jahr und Arbeitsplatz nur 596 Euro. Die herkömmliche PC-Umgebung schlägt dagegen mit knapp 800 Euro pro Jahr zu Buche. In rein Linux-basierten Systemen (ohne Windows®-Lizenzen) lassen sich zusätzlich jährlich knapp 100 Euro zusätzlich einsparen.

Mehrkosten amortisieren sich bereits im zweiten Jahr

Lediglich im ersten Jahr ist die VDI-/Thin Client-Lösung hinsichtlich Anschaffung und Erstinstallation um insgesamt 150 Euro teurer. Die jährlichen Betriebskosten liegen um 43 Prozent niedriger als in der PC-Umgebung, so dass sich die Mehrkosten schon im zweiten Betriebsjahr amortisieren. „Grundsätzlich steigt das Einsparpotential mit der Anzahl der Arbeitsplätze“, erklärt Dr. Frank Lampe, Marketing Director bei IGEL, „da die leicht höheren Investitionskosten für Hardware relativ zu den Einsparungen bei den Betriebskosten noch weniger ins Gewicht fallen. Das liegt einerseits an der Konsolidierung von Desktops, Anwendungen und Daten auf einem zentraler Server, der sich effizienter administrieren lässt als örtlich verteilte PC-Systeme, andererseits an den Thin Clients, die im Vergleich zum physischen PC mit weniger Bauteilen und Strom auskommen.“ Für das Aufsetzen (Erstinstallation), Aufspielen von Programm- und Betriebssystem-Updates (Patchen) und Reparaturen setzt die Modellrechnung pro PC im Durchschnitt 35 Minuten pro Monat an. Im VDI-Modell mit Thin Clients sind es dagegen nur 14,5 Minuten. „Thin Clients müssen nur einmal eingerichtet werden und laufen dann bis auf vereinzelte Firmware-Updates, die nur einige Minuten dauern, durch“, sagt Dr. Frank Lampe. „Bei einem unwahrscheinlichen Ausfall wird ein Ersatzgerät angeschlossen, das sich seine Konfiguration automatisch vom Server holt.“

Soft- und Hardwareausstattung

Die Software zur Virtualisierung der PCs (Hypervisor) bieten die Hersteller mittlerweile kostenfrei zum Download an: Citrix XenServer™ Standard oder VMware ESXi™ etwa besitzen ein für kleine Unternehmen mit wenigen Arbeitsplätzen völlig ausreichendes Leistungsspektrum. Da die Hypervisor-Software direkt auf der Serverhardware („bare-metal“) läuft, wird kein zusätzliches Serverbetriebssystem benötigt. Eine professionelle Serverhardware, die für fünf virtuelle Desktops ausgelegt ist, kostet mit redundantem Lüfter, Netzteil und Festplattenspeicher etwa 3.000 Euro netto (z.B. Dell PowerEdge 2900, 8 GB RAM, 2 x 1TB HDD). Für den Zugriff auf virtuelle Desktops geeignete Thin Clients sind ab ca. 250 zzgl. MwSt. erhältlich – inklusive lokalem Internet-Browser und Virtual Desktop Appliance Mode (z.B. IGEL UD2 420 LX). An Peripherie setzt die Modellrechnung einen Netzwerkdrucker (ca. 400 Euro) an, je einen 19“-TFT-Monitor zu 150 Euro sowie jeweils Tastatur und Maus (zusammen je 40 Euro).

Stromersparnis steigt mit Nutzerzahl

Beim Stromverbrauch halten sich beide Szenarien in etwa die Waage. Der geringere Stromverbrauch als typisches Argument für VDI und Thin Clients kommt erst bei größeren Unternehmen richtig zum Tragen, etwa bei 25 Anwendern: In einem solchen Szenario stehen 650 Watt (250 Watt für 25 Thin Clients und 400 Watt für 25 virtuelle Desktops) einer Leistungsaufnahme von ca. 2.500 Watt für 25 PCs gegenüber. Unter gleicher Berücksichtigung von Betriebs- und Standby-Zeiten entstehen bei 25 Arbeitsplätzen jährlich Strom-kosteneinsparungen in Höhe von knapp 400 Euro.