Cyber Kriminelle greifen Kartendaten aus Bankomaten ab

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18. 05. 2016

Cyber Kriminelle greifen Kartendaten aus Bankomaten ab

 

Es gibt neuerdings eine Software, mit der sich Kriminelle in Bankomate hacken und aus ihnen Karteninformationen stehlen können. Das Programm erlaube es ihnen auch, sich den gesamten Geldbestand in dem Automaten auszahlen zu lassen. Es können Jahre vergehen, bis eine Bank das merkt. Die Kriminellen könnten mit den Daten die Magnetstreifen von Karten kopieren und nutzen.

 

Möglich werde der Angriff dadurch, dass ein Großteil der Bankomaten noch mit dem 15 Jahre alten Microsoft-Betriebssystem Windows XP laufe, für das diverse Sicherheitslücken bekannt seien. Die Kriminellen benötigen für die Infektion direkten Zugang zum USB-Anschluss des Computers im Automaten.

 

Meist platzieren Kriminelle am Kartenschlitz des Bankomaten sogenannte Skimmer, kleine Lesegeräte, die Daten des Magnetstreifens auslesen. Sie werden im Gegensatz zum "Software-Skimmer" im Computer des Geldautomaten aber relativ schnell entdeckt. Die Software sei bereits 2009 aufgetaucht, aber inzwischen seien Programm und Vorgehensweise weiterentwickelt worden. Sie schlummere auf dem Computer des Bankomaten, bis sie aktiviert werde, mit einer bestimmten Magnetkarte und der Eingabe eines PIN-Codes. In einigen Fällen könnten von einem infizierten Automaten im Netzwerk der Bank auch weitere Maschinen angesteckt werden. Entdeckt wurde die Software von der IT Sicherheitsfirma Kaspersky, die eine Liste der Anzeichen für eine Infektion veröffentlichen möchte, damit Banken ihre Automaten überprüfen könnten.

 

(via derstandard.at)